"low-end" PC-Speaker für Stromsparfüchse

Allgemeines

Kürzlich hatte ich mein neues FaST fertiggestellt. Angesichts der täglichen Nutzungsdauer meines PCs und der aktuellen Strompreise will ich aber nicht ständig zwei Stereoendstufen betreiben, wenn es auf die Klangqualität nicht ankommt, weil ich gerade einen Vortrag o.ä. höre. Für Sprache braucht es keine "highfidelen" Lautsprecher und Aktivlautsprecher mit Stromversorgung über USB sind sehr genügsam. Ideal wäre, wenn man einen USB-Anschluß des PCs als Stromversorgung nutzen könnte. Mein PC verursacht hier leider deutliche Störgeräusche im Lautsprecher, so daß ich auf ein USB-Steckernetzteil ausweichen muß.

Viel Geld wollte ich natürlich nicht ausgeben, denn ansonsten hätte ich auch einfach meine FaSTs fulltime weiterbetreiben können. Fündig wurde ich dann am "großen Fluss" für 5,30 Euro pro Lautsprecherpaar, mußte aber wegen Mindestbestellmenge zwei Paar nehmen - 10,60 Euro - OK - ein Paar zum Basteln übrig. Ich bestellte zwei Sets TRUST Leto kompaktes 2.0-Lautsprecherset.

... und dann ging es gleich los mit der Bastelei - das Kabel zwischen den Brüllwürfeln war zu kurz für meinen 27"-Monitor - also ein Stück einflicken und ordnungsgemäß mit Schrumpfschläuchen isolieren.

Aufstellung

Am Platz ihres Wirkens direkt neben dem Monitor aufgestellt hatte ich mal kurz reingehört und für "grottenschlecht" befunden. Ich legte noch 20 mm starke Gummischeiben unter, damit die Treiber etwas von der Schreibtischkante weg kamen, aber dadurch wurde es nur optisch besser.

Messungen

Beide Treiber wurden im Stereo-Modus mit einer REW-Wedelmessung gemessen.

Ich setzte die Zielkurve und einen Hochpass vierter Ordnung bei 100 Hz, denn unterhalb dieser geht bei diesen Böxchen sowieso nichts. Der Hochpass ist sehr wichtig, damit dem Mini-Amp nicht die Luft ausgeht, wenn das Signal Bässe anfordert, die dieser nicht bringen kann.

 

Dann ließ ich den Optimierer ab 100 Hz laufen und erhielt folgendes Simulationsergebnis.

 

Nachmessen

Ich stellte die DSP-Einstellungen in Equalizer APO ein und bekam beim Nachmessen folgendes Ergebnis.

Hier könnte man jetzt noch weiter optimieren, aber fürs erste war es so gut und der Klang verursachte auch keinen "Ohrenkrebs" mehr. Zum Anhören von Nachrichten, Vorträgen, etc. waren die Lautsprecher jetzt allemal geeignet.

Die genaue Vorgehensweise ist hier beschrieben