Zur Konstruktion
|
Auf Friedbert's Empfehlung hin lernte ich 2004 Daniel Kiefer aus Heidelberg kennen. Herr Kiefer nutzt keinen Computer und auch kein anders geartetes Meßsystem zur Entwicklung seiner Boxen - nur seine Ohren. Eine ausgiebige Hörsitzung überzeugte mich davon, daß so eine Vorgehensweise tatsächlich funktionieren kann. Schon damals fand ich seine Box GRANAT sehr interessant. Friedbert lieh sich auch einmal ein Paar dieser Boxen und ich hatte die Möglichkeit, diese in meinen Räumen probezuhören. Die Boxen klangen sehr musikalisch und konnten fast meinen Dynaudios das Wasser reichen, wenn auch der Baß der GRANAT schwächer ausfiel. Hier hatten wir allerdings Äpfel mit Birnen, will sagen 17-er mit 13-ern verglichen. Hörte man die Boxen nicht im direkten Vergleich begeisterte die Granat auch im Baßbereich. |
Ich empfehle diese Box
Messungen
Amplitudenverlauf
0 bis 90 Grad in 15 Grad Schritten 1/24 Oktave Glättung
Amplitudenverlauf
-90 bis 90 Grad in 5 Grad Schritten 1/3 Oktave Glättung
Amplitudenverlauf - normalisiert auf 0 Grad
-90 bis 90 Grad in 5 Grad Schritten 1/3 Oktave Glättung
Sonogramm
-90 bis 90 Grad in 5 Grad Schritten 1/3 Oktave Glättung
Sonogramm - normalisiert auf 0 Grad
-90 bis 90 Grad in 5 Grad Schritten 1/3 Oktave Glättung
Klirrfaktoren bei 90 dB
Stückliste
Gesamtkosten pro Stück ohne Holz ca. EUR 178,-
Der Bausatz beinhaltet alles ausgenommen dem Gehäuse. DKA verkauft auch sehr schöne Fertigboxen, allerdings deutlich
teuerer als die Bausätze - hier lohnt sich der Selbstbau!
Bezeichnung | Bild |
VIFA D20TD-06-06 Selektierte 19 mm Hochtonkalotte |
|
PEERLESS OEM-Chassis (13 cm - Chassis mit unbekannter Typenbezeichnung) Daniel Kiefer verwendet in seinen Konstruktionen üblicherweise nicht auf dem Selbstbaumarkt erhältliche selektierte Chassis. |
Baßreflexrohr Jetline 45 | Anschlußterminal Mitgeliefert wird ein Terminal mit vergoldeten Polklemmen und Platinenhalter, an dem die Frequenzweiche befestigt ist. Dieses konnte ich leider nicht verwenden, da mir wegen der Halteplatte des Lautsprecherwandhalters der Platz auf der Boxenrückwand fehlte. Ich baute zwei 4 mm Bananenbuchsen in die Rückwand ein. |
Frequenzweiche Die 6 dB - Weiche kommt mit 4 hochwertigen Bauelementen aus. |
Schrauben Zum Lieferumfang gehören optisch ansprechende INBUS-Holzschrauben. |
Gehäuseskizze
Die Gehäuseskizze gilt für den Aufbau aus 20 mm Multiplex. Bei Verwendung anderer Materialstärken (z.B. 19 mm MDF) müssen die Maße entsprechend umgerechnet werden.
Holzzuschnitte
Die fett gedruckten Größenangaben beinhalten einen Zuschlag für Leimfugen. Die dadurch leicht überstehenden Kanten werden mit dem Bündigfräser oder Schwing-/Band-Schleifer egalisiert. Das geht wesentlich einfacher und schneller, als das Schleifen überstehender Flächen.
Teil | Stück | Material | Stärke mm |
Länge cm |
Breite cm |
Deckel + Boden | 2 | MDF | 20 | 15,4 | 19,1 |
Seiten | 2 | MPX | 20 | 32,2 | 19,1 |
Rückwand | 1 | MPX | 20 | 28 | 15,4 |
Front | 1 | MPX | 20 | 32,2 | 19,6 |
TIP zum Zuschnitt: Bitten Sie den Zuschneider, bei allen Brettern die Maße 15,4 und 19,1 mit gleichbleibender Sägeeinstellung zuzuschneiden, dann wird alles gut zusammenpassen. Die exakten Werte sind gar nicht so wichtig, Hauptsache alle Bretter haben für die beiden Werte die exakt gleichen Maße. Es empfiehlt sich, den Mann an der Säge mit einem vorab verabreichten Trinkgeld (EUR 1,- bis 2,- sind angemessen) zu exaktem Arbeiten zu motivieren. Das spart jede Menge Ärger beim Verleimen und ist den Obulus allemal wert.
TIP zur Anbringung der Ausschnitte für die Hochtönerkabelanschlüsse: Die genaue Position dieser Ausschnitte ist nach dem Fräsen schwierig festzustellen, da jegliche zuvor angebrachte Markierungen weggefräst werden. Der Trick ist ganz einfach: Man bohrt die Ausschnitte vor dem Fräsen mit einem 8,5 mm Bohrer.
TIP zum Verleimen:
Als Leim empfehle ich PONAL Fugen-Leim. Dieser bietet eine hohe Anfangshaftung, ist ohne Schraubzwingen zu
verarbeiten und hat bereits nach einer halben Stunde eine hohe Festigkeit. Gegenüber Montagekleber bietet er den Vorteil der
kleinen Leimfugen (wie Weissleim). Eine Seite, den Deckel, die Rückwand und den Boden leimt man in einem Zug. Das sieht
dann so aus:
Jetzt wartet man eine halbe Stunde, in der man die nächste Box verleimen kann. Im nächsten Schritt wird die zweite Seitenwand verleimt.
Nach einer weiteren halben Stunde wird die Schallwand aufgeleimt.
Bezugsquelle
Daniel Kiefer Audio
Friedrich-Ebert-Anlage 31
69117 Heidelberg
Telefon 06221 - 60 37 69
Handy 0171 - 49 28 552